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Im November gibt es bereits seit mehreren Jahren Gastlehrer an unserer Schule. Sie kommen aus den verschiedensten Ländern und möchten etwas über das deutsche Schulsystem erfahren und auch praktisch den Unterricht erleben. Nachdem in den vergangenen Jahren schon Lehrerinnen aus Georgien, Usbekistan, Rumänien und China ein Hospitationsprogramm an der KGS absolvierten – und uns ganz nebenbei auch viel über ihre eigenen Länder erzählten – durften wir in diesem Jahr eine Lehrerin aus Asunción, der Hauptstadt Paraguays in Südamerika, begrüßen. Frau Mussi ist Deutschlehrerin an der Deutschen Schule Asunción und war sehr interessiert daran, den Unterricht in ihrem Heimatland mit dem in Deutschland zu vergleichen. Aus diesem Grund sah sie sich viele verschiedene Unterrichtsstunden an: Sie war begeistert von dem Kunstunterricht, der ganz anders ablief als bei ihr zu Hause, sie staunte über das Fach Astronomie, sie fand es gut, wie die Schüler der 9. Klasse bereits debattieren konnten. Im Deutsch- und Fremdsprachenunterricht bei verschiedenen Lehrern hospitierte sie mit großem Interesse und konnte vergleichen, welche sprachlichen Fähigkeiten die Schüler in welcher Klassenstufe erreichen sollten. Doch lassen wir sie einmal kurz selbst zu Wort kommen: „Die Zeit hier war wirklich toll. Ich habe viel gesehen, hatte aber auch die Möglichkeit, meine neuen Erfahrungen zu reflektieren. Die Pausenzeiten fand ich schön, denn bei uns an der Schule haben die Schüler kaum Zeit, zu essen. Hier haben die Kinder viel mehr Zeit, sich zwischen den Stunden zu erholen. Mir ist auch aufgefallen, dass sich die Schüler hier ganz anders kleiden als bei uns – denn bei uns tragen sie Schuluniform. Aber genau wie in Paraguay gibt es hier eine Menge interessierter Kinder, die sehr viele Fragen stellen und wissbegierig sind. Ich habe auch viel darüber gelernt, wie Demokratie an der Schule funktionieren kann, denn ich durfte bei einem Klassenrat dabei sein. Es hat mir sehr gefallen, wie dieser durchgeführt wurde.“

Drei Wochen gingen so schnell vorbei. Nicht in jeder Klasse konnte sie Stunden verbringen, aber wir sind dankbar für die neuen Einblicke in eine fremde Kultur, die wir durch ihre Anwesenheit gewinnen konnten. Sie selbst wird schon am Montag nach Hause fliegen – direkt in die Sommerferien Paraguays.

 

Text/Foto: Sei.

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